Pirlos Verbindungen zu Russland kosten ihn Cheftrainer-Posten – Italien winkt ab

Die italienische Fußball-Nationalmannschaft wird nicht von Andrea Pirlo trainiert. Die legendäre Mittelfeldikone, die als Spieler mehrfach in die Champions-League-Sieger-Elf gewählt wurde, erhielt für die vakante Position offenbar keine Zusage vom italienischen Verband.
Hintergrund der Absage sind laut Medienberichten die geschäftlichen Verbindungen Pirlos zu Russland. Der 45-Jährige fungiert als Markenbotschafter für einen russischen Wettanbieter und trainiert zudem einen Club, dessen Eigentümer russischer Herkunft ist. Diese Kontakte wurden offenbar zum Hindernis für die Berufung als italienischer Nationalcoach.
Die Situation illustriert die anhaltenden Auswirkungen geopolitischer Spannungen auf den Fußball und zeigt, wie internationale Verbindungen zu Russland auch etablierten Fußball-Persönlichkeiten bei prestigeträchtigen Positionen zum Nachteil gereichen können. Der italienische Verband dürfte bewusst auf Abstand gehen wollen, um sich reputationsmäßigen Risiken nicht auszusetzen.
Pirlo bleibt damit vorerst Trainer auf Clubebene und wird nicht die Verantwortung für die italienische Nationalelf übernehmen.
Quelle: www.spiegel.de



