Infantino festigt seine Macht an der Fifa-Spitze – doch Fragen bleiben

Der Fifa-Präsident hat sich in einer kritischen Situation behauptet. Bei einer Krisensitzung der Weltfußball-Verbandes präsentierte sich die Führungsebene nach außen hin geschlossen und signalisierte damit Geschlossenheit in den eigenen Reihen.
Gianni Infantino nutzte die Gelegenheit offensiv und reagierte deutlich auf die gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Die internationale Sportpresse bewertet seinen Auftritt als kraftvolles Handeln eines unter Druck geratenen Führungsmitgliedes, das sich nicht in die Ecke drängen lässt.
Allerdings lautet die zentrale Frage, die in vielen Redaktionen diskutiert wird: Verfügt der 54-Jährige noch über ein ausreichend großes Netzwerk von Unterstützern? Experten rechnen nicht damit, dass Infantino sein Amt in absehbarer Zeit räumen wird – doch die Risse im Gefüge der Fifa sind für Beobachter deutlich sichtbar geworden.
Die demonstrative Geschlossenheit der obersten Funktionäre wirkt wie ein taktisches Manöver, um nach außen hin Stabilität zu vermitteln. Ob diese Einigkeit von Dauer ist oder ob sich neue Fronten auftun werden, bleibt abzuwarten.
Quelle: www.spiegel.de



